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SUBVERTISEMENT-ZINES-CAFE UND KUCHEN-QUEER MEDIA ACTIVISM-VIDEOLOUNGE-QUEERPLAY+SHOW-DO IT YOURSELF-WERKELN MIT PAPIER UND PAPPE-PLAKATE-MUSIK-PULP NOVELS

SUBVERTISEMENT
ist eine Mischung aus advert (Reklame) und subvert (untergraben) und existiert als eine Form des Medienaktivismus seit den 70-ern.
Bekannte Logos werden für eigene politische Inhalte zweckentfremdet, z.B. für gefälschte Anzeigen oder Zeitungsartikel.
Werbung wird umgeschrieben und erhält dadurch eine kritische Botschaft.
Service
Wenn es um subvertisement geht oder darum, den wahren Inhalt von Anzeigetafeln zu entblößen, diese Seiten helfen Ihnen weiter:
www.sniggle.net
www.subvertise.org
www.corporatewatch.org.uk/
www.billboardliberation.com
Hier ist das virituelle Zuhause der Kommunikationsguerilla:
www.contrast.org/kg/

Deportation-Class ist eien Kampagne, die die rassistischen Abschiebungen durch die Lufthansa ans Licht rücken will. Die Online-Bildergalerie finden Sie unter:
www.deportationclass.com

Offene Fragen

Wie lassen sich Produkte diffamieren und ein Image
beschmutzen?
Verändert subvertisement mehr als Sehgewohnheiten?
Unterstützt subvertisement neue Vermarktungsstrategien,
indem Produkte einen subkulturellen Anstrich bekommen?
Ist Anti-Werbung nicht gleichzeitig auch Werbung für
das Produkt?
Ist das Umwerten von Zeichen sinnvoll, wenn eine
grundlegendere gesellschaftliche Kritik fehlt, die sich auch auf Produktions- und Arbeitsbedingungen
konzentriert?


QUEER MEDIA ACTIVISM

Adbusters
Ad aus dem engl. Anzeige, Busting aus dem engl. zerstören, degradieren, auffliegen. Hochglanz subvertisements sind ein Markenzeichen der kanadischen Medienguerilla. Nicht nur das Printmagazin sondern auch die Website liefern unzählige Inspirationen für Konsumkritik: ob der No-Shop-Day, die TV-Turn-Off-Week oder satirische Werbespots für lokale Fernsehsender. Vielleicht entstand der Name auch nach dem Film "Ghostbusters", aber natürlich nur, um in diesem Fall die Geister des Kapitalismus zu vertreieben.
www.adbusters.org

Guerrilla Girls
Die Guerrilla Girls sind eine seit 1985 anonym operierende Künstlerinnen Gruppe aus New Yok.
Sie kämpfen gegen den herrschenden Rassismus und Sexismus im Kunstbetrieb, indem sie Zahlen und Fakten über Ausschluss von Frauen und Schwarzen mit Plakataktionen und Performances offen legen.
Bei ihren Aktionen treten sie mit Gorilla Masken auf.
www.guerrillagirls.com

Netzaktivismus
Online-Demonstrationen, virituelle Sit-Ins, Neugestaltung von Websites, denial-of-service Attacken und Desinformationskampagnen - was sich anhört wie das Vokabular aus "The Matrix" sind virituelle Formen von Politaktivismus.
Begonnen hat das Ganze mit einer Solidaritätsaktion des Electronic Disturbance Theatre aus New York für die Zapatistas. Auf die Website der mexikanischen Regierung erfolgten gebündelt so viele Zugriffe, dass sie lahmgelegt wurde. Handwerkszeug und eine Zusammenstellung vergangener Aktionen finden Sie unter:
www.thing.net/~rdom/ecd/ecd.html

Copyleft

als Gegenteil von Copyright fordert zur Vervielfältigung jenseits von Urheberrechten auf.

WIE WIRD EIN PLAKAT QUEER?

"Identitäten" sind ein äußerst beliebtes Angriffsziel queerer Bewegungen. Denn mittels ihrer werden Auschlüsse gerechtfertigt, Zugehörigkeiten definiert und gesellschaftliche "Normalität" durchgesetzt. Soll queer nicht auf Sex- und Gender-Politiken verengt werden, so ließen sich hier vielleicht all die Kämpfe verorten, die sich gegen normative Zurichtungen von Subjektivität wenden, und all die Praktiken, die eindeutige, dauerhafte Identitäten in Fragen stellen.
Doch ist den Identitäten nur schwer zu entkommen, sei es in der individuellen Praxis, in der politischen Organisierung, in Sprache, Bildern und Repräsentations-formen. Entsprechend überrascht es kaum, dass sich auf auf queeren Plakaten "Identitäten" tummeln - indem bestimmte Darstellungen gewählt werden. Oder dass, Plakate "heimlich" Identitäten schaffen - indem bestimmte Adressierungen, Abgrenzungen oder Wir/Ihr-Konstruktionen aufgerufen werden.
Nichtsdestotrotz können Plakate aber Identitäten auch durchkreuzen, Brechungen vornehmen und Wahrnehmungs-irritationen bewirken. Provozieren, Kontexte verschieben,
Klischees enteignen, den 2. Blick über den 1. stolpern lassen - bis die Normalität sich nicht mehr selbstverständlich ist.
Beim Workshop "Wie wird ein Plakat queer?" geht es darum, an vorhandenen Plakaten und durch eigenes Experimentieren herauszufinden, wie Plakate "sprechen", was es braucht, um sie zu "verstehen", was welche Darstellungsformen bewirken und wie wir sie verqueeren können.