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der queer salon aus hamburg lädt ein:

„war queer für dich früher genauso schön wie heute?“


der queer salon aus hamburg besucht berlin! eingeladen
sind an diesem nachmittag queer-aktivistInnen und
-interessierte aller geschlechter, die mit queerer
politik die thematisierung und kritik
gesellschaftlicher normen und ausgrenzungen verbinden.
wir möchten bisherige inhalte und ziele wie auch den
politischen style einer kritischen reflexion
unterziehen und nach einer heutigen
positionsbestimmung suchen. bei kaffee und kuchen darf
hemmungslos diskutiert und philosophiert werden:

ist androgynität eine queere norm? gibt es überhaupt
queere normen?
macht der begriff „queer“ gewalterfahrungen
unsichtbar?
queer minus sexualität: was bleibt übrig?
entspricht die queere idee nicht ganz wunderbar den
heutigen neoliberalen/kapitalistischen anforderungen?
was ist queerer widerstand? Ist queere politik auch
antirassistisch, linksradikal, subversiv und
feministisch?

zeit: 19. märz 15 - 20 uhr
soundcollage 15 uhr
diskussion & kaffee & kuchen 16 uhr

ort: spinnboden lesbenarchiv und bibliothek e.V.,
anklamer str. 38, 10115 berlin, 2. hh, 3. aufgang,
u-bernauer str., tel.448 58 48, www.spinnboden.de

eine veranstaltung des bildungswerk berlin der
heinrich böll stiftung, kottbuser damm 72, 10967
berlin, tel.: 612 60 74


Die Idee zum Queer Salon ist aus der Bar "Stonewall Inge" entstanden, die während der Queerrr Street Days 2002 (QSD) stattfand. Um einen queeren Raum, die angefangenen Diskussionen und den Spaß weiter möglich zu machen, basteln nun einige "Alte" aus der QSD-Vorbereitung und einige "Neue" an einem fast alle zwei Monate stattfindenden Salon. Dieser soll ein Raum sein für Menschen verschiedener Identitäten, Hautfarben und sexueller Praktiken. Jeder Salon wird zu einem Thema inhaltlich gestaltet.Hier sind auf jeden Fall einzelne Personen und auch Gruppen willkommen, die mit einsteigen oder einen Tag vorbereiten wollen.

queer_salon@yahoo.de


Stunden über Stunden, Kaffee
nach Kaffee wird hemmungslos geplaudert und
philosphiert und Musik gehört.
An einem Ort der
gesellschaftliche Normalität verstört.
Wer ist hier der Herr im Haus?
Oder ist der Herr schon raus?
Und all die Freuden ganz ohne
Wirt!


Rosarote Panthinen wollen
runzelrübrige Raster
Gruselgelbe Rosinen haben
unterschiedliche Laster
Rosarote Lebenslaster sitzen auf
dem Straßenpflaster
Leidenschaftlich zu
geschlechtlichen Binalitäten ausrufend: BASTA!
Und bei zuviel Gemeinheit gibt´s
ein flauschig rosa Pflaster


Es gingen die queers in den
Hafensalon
Guckten auf Hamburger Hafens
Ponton
Hemmungslos gegen den Strom
schwimmend
Und dabei Superstarhymnen
singend
Mit pinkem Lippenstift und Haar
wie King-Kong.


Ich weigere mich selbst zu
verstehn
Um weitere seelische Störungen
zu umgehn
Sie liefen und riefen und
hauchten ganz zart
Die einen war´n ohne die
anderen mit Bart.
Während Antworten im Winde
verweh-+n!

Queer Salon inmitten einem
Definitionsfieber?
Gibt es dabei queere Sieger
Oder Hetero-Verlierer?
Da lobt man sich doch getreue
Flanierer?
Da wäre mir wühlen im Souterrain
lieber


Eine queere Schwalbe macht noch
keinen Sommer
Deshalb ham wir auch soviel
Kommer (=Kummer)
Die Gegenmittel sind beliebt und
geläufig
Wir verwenden sie gerne und
häufig
Sie treffen sich auch bei Blitz
und bei Donner